Janno Scheller

 

Der Bariton Janno Scheller studiert zunächst Schulmusik mit dem Schwerpunkt Dirigieren in Hannover. Danach schließt er seine Gesangsstudien bei Christian Elsner in Würzburg mit einem Diplom als Konzert- und Opernsänger (2012) und einem Master Konzertexamen (2014) ab. Von 2012 bis 2014 ist er außerdem Student der Liedklasse bei Gerold Huber.

Schon zu Beginn seines Studiums wurde der junge Sänger mit verschiedenen Stipendien ausgezeichnet (u.a. Studienstiftung des Deutschen Volkes, Junge Musiker Stiftung, Richard Wagner-Verband) und erhielt immer wieder wichtige Impulse im Rahmen von Meisterkursen bei namenhaften Künstlern wie Wolfgang Brendel, Marcel Bone, Franz Grundheber, Konrad Jarnot, Camilla Nylund, Gerhild Romberger und Michael Volle. Seit 2014 wird er regelmäßig durch Margreet Honig betreut.

Als deutschlandweit gefragter Konzertsänger interpretiert Janno Scheller neben nahezu allen gängigen Fachpartien wie den Titelpartien in Mendelssohns Paulus und Elias, diverser Partien Bachscher Werke oder der Basspartie in Beethovens 9. Sinfonie auch zeitgenössische Musik. So sang er im Rahmen des Apokalypsezyklus des Mainfrankentheaters eine der vier Solopartien bei der Uraufführung des Oratoriums Cheleq von Margret Wolf. Außerdem fanden seine Darbietungen Otfried Büsings Ergänzung Und ich erzähle von J.S. Bachs nur fragmentarisch überlieferter Markuspassion viel positives Echo. Ebenso tritt er mit den einschlägigen romantischen Liederzyklen als auch einer Bandbreite unbekannteren Liedern bei Liederabenden in Erscheinung. Fernseh- und Rundfunkmitschnitte (NDR, BR) dokumentieren seine Arbeit.

Auch das Opernrepertoire zeugt von der Bandbreite des vielseitigen Sängers: So war Janno Scheller bereits in der Opernschule mit großen Partien seines Faches, wie dem Sid aus Brittens Albert Herring, der Titelpartie aus Cimarosas Operndirektor und dem Guglielmo aus Mozarts Così fan tutte auf der Bühne zu erleben. Außerdem debütierte der Bariton neben Auftritten bei der Ruhrtriennale im Rahmen der Uraufführung der Oper Autland von S. Newski (Regie: Willy Decker) erfolgreich beim Mozartfest Würzburg sowie der Alten Oper Frankfurt als Graf in Mozarts Figaros Hochzeit, als Guglielmo in Mozarts Così fan tutte und in der Titelpartie von Mozarts Don Giovanni.